Was muss in die Kliniktasche(n)?

Einige Tipps für die Kliniktasche(n)

Autor: Dr. Marc Golombeck

Die Geburt ist ein aufregender Moment bei dem einiges drunter und rüber gehen kann. Aus diesem Grund ist es hilfreich sich einige Wochen vor dem errechneten Geburtstermin eine (oder zwei - siehe unten) Tasche(n) für den Klinikaufenthalt während der Geburt vorzubereiten und griffbereit parat zu haben - wenn es auf einmal schnell losgeht. Hier ein paar - sicher unvollständige - Tipps zur Kliniktasche.


1) Was muss unbedingt rein? (ohne das geht’s schnell schief)

Dokumente & Formalitäten

  • Mutterpass
  • Personalausweis/Reisepass
  • Krankenversicherungskarte
  • Klinikeinweisung/Überweisung (falls vorhanden)
  • Allergiepass/Medikamentenplan (falls relevant)
  • Geburtsplan (wenn es einen gibt – 1 Seite, klar)

Handy & Organisation

  • Handy + Ladekabel (langes Kabel!) + ggf. Powerbank
  • Liste wichtiger Telefonnummern (Partner, Hebamme, Kinderarzt)

Hygiene – minimal

  • Lippenpflege (Kreißsaalluft + Atmung = trockene Lippen)
  • Haargummi/Haarklammer
  • 1–2 kleine Handtücher/Waschlappen

2) Sehr sinnvoll für die Geburt (macht’s wirklich angenehmer)

Für die Mama (Komfort & „Durchhalten“)

  • Getränk: stilles Wasser / isotonisches Getränk (falls erlaubt)
  • Snacks: Müsliriegel, Banane, Nüsse und worauf man Lust hat (für Begleitung immer!)
  • Wärmesocken / rutschfeste Socken
  • Bequemer großer Hoodie/Strickjacke
  • Massageöl (duftneutral) oder Tennisball/Massageball
  • Wärmflasche/Heatpack (nur wenn die Klinik das erlaubt)
  • Kleine Musik-Playlist + Kopfhörer/kleine Box
  • Brille statt Kontaktlinsen (oder Kontaktlinsen-Set + Behälter)

Für danach im Kreißsaal

  • 1 bequemes, weites Shirt/Nachthemd zum Stillen (Knöpfe/Cache-Cœur)
  • Stilleinlagen (ein paar)
  • Wochenbettbinden (manche Kliniken geben alles – aber 2–3 eigene schaden nie)
  • Einmal-Unterhosen oder große Baumwollslips

3) Baby – wichtig für die ersten Stunden

  • 1–2 Bodys (Gr. 50/56)
  • 1 Strampler / Schlafanzug
  • Mützchen (Wärmeverlust!)
  • Socken
  • 1 dünne Decke oder Pucktuch
  • 1 Outfit für „nachher“/Fotos (optional hübscher)
  • Babyschale im Auto (für die Heimfahrt – nicht in die Tasche, aber „daran denken“)

4) Für den/die Begleitperson – oft vergessen, aber Gold wert

  • Wechselshirt + Hoodie
  • Snacks + Getränke (oft mehr notwendig als man denkt)
  • Kleingeld/EC-Karte (Parken/Automat)
  • Kulturbeutel mini (Zahnbürste, Deo)
  • ggf. kleines Kissen

5) Optional (je nach Vorlieben & Klinik)

Wenn die Mama stillen möchte

  • Still-BH (1–2)
  • Brustwarzensalbe (sparsam, falls nötig)

Wenn die Mama gerne „ihr Ding“ hat

  • Eigenes Kopfkissen (mit farbigem Bezug, damit’s nicht Klinikbestand wird)
  • Nachtlicht/kleine LED (sanfter als grelles Neon)
  • Duschgel/Shampoo in Reisegröße, Badeschlappen

Wenn ein Kaiserschnitt wahrscheinlicher ist / geplant

  • Sehr hohe, weiche Unterwäsche (über der Narbe)
  • Weites Kleid/Nachthemd (keine Druckstelle)

6) Was die Mama eher NICHT braucht (oder die Klinik meist stellt)

  • Windeln, Feuchttücher, Netzhöschen, große Binden (meist Klinikstandard)
  • Zu viele Babyklamotten (1–2 Sets reichen am Anfang)
  • Wertgegenstände/Schmuck (lieber zuhause lassen!)

7) Profi-Pack-Tipp: 2 Taschen statt 1

Viele machen es einfacher so:

  • Kreißsaaltasche (klein): Dokumente, Ladekabel, Lippenpflege, Getränk/Snacks, Socken, Shirt fürs erste Kuscheln, 1 Baby-Set.
  • Stationstasche (größer): Kleidung für Tage danach, Hygiene, Stillzeug, Besucherzeug.

8) Mini-Checkliste „Kurz vor Abfahrt - ist das wichtigste wirklich mit dabei?“

  • Mutterpass
  • Ausweis + Karte
  • Handy + Kabel
  • Baby-Outfit + Mütze
  • Bequeme Socken

9) Checkliste zum Ausdrucken: